Jane Comerford kennen viele Menschen in Deutschland vor allem als die markante Stimme von Texas Lightning. Mit der Hamburger Country-Band vertrat sie Deutschland 2006 beim Eurovision Song Contest in Athen. Der von ihr geschriebene Titel „No No Never“ wurde in Deutschland sogar zum Nummer-eins-Hit.

Ihre Laufbahn ist allerdings deutlich vielseitiger als dieser eine ESC-Erfolg vermuten lässt. Comerford ist Sängerin, Songwriterin, Musikerin, Musicaldarstellerin, Vocal Coach und seit Jahrzehnten in der musikalischen Ausbildung tätig. Sie arbeitete als Studiosängerin, stand in großen Musicalproduktionen auf der Bühne und begleitete zahlreiche Künstlerinnen und Künstler als Gesangs- und Performance-Coach.

Auch Jahre nach Texas Lightnings größtem Erfolg ist Jane Comerford weiterhin musikalisch aktiv. Noch 2025 war sie im Umfeld des Eurovision Song Contest im deutschen Fernsehen zu sehen.

Wer ist Jane Comerford?

Jane Comerford ist eine australische Sängerin und Musikpädagogin, deren beruflicher Lebensmittelpunkt seit Jahrzehnten in Deutschland liegt. Sie wurde am 1. Januar 1959 in Newcastle im australischen Bundesstaat New South Wales geboren. Im August 2026 ist sie damit 67 Jahre alt.

KurzinfoAngaben
NameJane Comerford
Geboren1. Januar 1959
GeburtsortNewcastle, New South Wales, Australien
Alter 202667 Jahre
BerufSängerin, Songwriterin, Musikerin, Vocal Coach, Dozentin
Bekannt durchTexas Lightning und „No No Never“
ESCDeutschland 2006 in Athen
ESC-Platzierung14. Platz, 36 Punkte
LebensmittelpunktHamburg
Musikalische BereicheCountry, Pop, Musical, Chanson

Schon lange vor ihrem Erfolg mit Texas Lightning hatte Comerford eine umfangreiche musikalische Laufbahn aufgebaut. Ihre offizielle Biografie nennt eine Ausbildung in Gesang, Geige, Ballett, Jazztanz und Klavier. Für Klavier besitzt sie den australischen Abschluss A.Mus.A. – Associate of Music of Australia.

Nach einem Aufenthalt in Los Angeles reiste sie als junge Frau durch Europa. Sie verbrachte unter anderem zwei Jahre auf Ibiza und zog anschließend nach Hamburg. Die Hansestadt wurde zu ihrem langfristigen Lebensmittelpunkt und spielte auch beruflich eine entscheidende Rolle.

Von Australien nach Hamburg: ihre musikalische Ausbildung und frühen Jahre

Jane Comerfords Karriere unterscheidet sich von vielen klassischen Popkarrieren. Sie wurde nicht erst durch eine Castingshow oder einen einzelnen Hit zur Musikerin, sondern beschäftigte sich bereits früh intensiv mit Musik und Bühnendarstellung.

Neben Klavier und Geige gehörten Gesang, Tanz und Performance zu ihrer Ausbildung. Diese Vielseitigkeit erwies sich später als besonders wertvoll: Comerford arbeitete nicht ausschließlich als Sängerin, sondern bewegte sich zwischen Studioproduktionen, Musicalbühne, Songwriting, Coaching und Popmusik.

Hamburg wurde dabei zu ihrer beruflichen Basis. Seit 1984 ist sie mit dem Popkurs an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg verbunden. Dort beschäftigt sie sich unter anderem mit Gesang, Performance, Songwriting und Bandcoaching.

Unter den Musikerinnen, Musikern und Bands, die im Laufe der Jahre am Popkurs teilnahmen, finden sich später bekannte Namen aus der deutschen Musikszene. Comerfords Tätigkeit als Dozentin macht deshalb einen wichtigen Teil ihrer Karriere aus, auch wenn dieser in der breiten Öffentlichkeit weniger sichtbar ist als ihre Fernsehauftritte.

Parallel war sie als Vocal- und Performance-Coach tätig. Zu den Künstlern, die ihre offizielle Biografie in diesem Zusammenhang nennt, gehören unter anderem Hape Kerkeling, Jan Delay, Yvonne Catterfeld und Katja Riemann.

Musicals, Baccara und Studioarbeit vor Texas Lightning

Wer Jane Comerford ausschließlich mit Country-Musik verbindet, übersieht einen beträchtlichen Teil ihrer Karriere.

Als Musicaldarstellerin spielte sie beispielsweise Éponine in der deutschsprachigen Erstaufführung von „Les Misérables“ in Wien. Weitere Bühnenrollen umfassten unter anderem Roxie Hart in „Chicago“.

Daneben arbeitete Comerford viele Jahre als Studiosängerin. Ihre eigene Biografie nennt Produktionen mit oder für Künstler wie Dieter Bohlen, Howard Carpendale, Nino de Angelo, Vicky Leandros, Roger Whittaker, Heinz Rudolf Kunze, Drafi Deutscher, Freddy Quinn und James Last.

Eine weitere interessante Station folgte in den 1990er-Jahren: 1994 wurde sie Duettpartnerin von Mayte Mateos bei Baccara. Mit dieser Formation absolvierte sie internationale Konzerte, Tourneen und Fernsehauftritte.

1998 erschien ihr Soloalbum „Somebody Sent Me An Angel“, das überwiegend eigene Songs enthielt. Damit war Comerford also bereits Jahre vor Texas Lightning auch als eigenständige Songwriterin und Interpretin präsent.

Im deutschen Fernsehen wurde ihre Arbeit als Gesangscoach ebenfalls sichtbar. 2003 gehörte sie zum Team der Sendung „Fame Academy“, später arbeitete sie unter anderem bei „Popstars“ als Vocal Coach und Jurymitglied.

Diese Stationen erklären, weshalb ihr späterer Erfolg mit „No No Never“ keineswegs aus dem Nichts kam: Hinter dem scheinbar plötzlich bekannten ESC-Gesicht stand bereits eine langjährige professionelle Musikerin.

Jane Comerford, Texas Lightning und „No No Never“

Der entscheidende Popularitätsschub kam Mitte der 2000er-Jahre. 2005 wurde Jane Comerford Mitglied der Hamburger Country-Band Texas Lightning.

Zur damals bekannten Besetzung gehörten neben Comerford unter anderem Olli Dittrich am Schlagzeug, Jon Flemming Olsen, Markus Schmidt und Uwe Frenzel. Die Band verband klassische Country-Elemente mit ungewöhnlichen Neuinterpretationen bekannter Pop- und Rocksongs.

So wurden Titel wie Madonnas „Like a Virgin“ oder Songs anderer internationaler Popgrößen in den musikalischen Stil einer Countryband übertragen. Das Konzept hatte Humor, wurde musikalisch jedoch ernsthaft umgesetzt.

Für den deutschen ESC-Vorentscheid 2006 trat Texas Lightning mit „No No Never“ an. Besonders wichtig für Comerfords Rolle innerhalb der Band: Musik und Text des Liedes stammen von ihr.

Beim deutschen Vorentscheid setzte sich Texas Lightning gegen Thomas Anders und Vicky Leandros durch. Damit erhielt die Band das Ticket für den Eurovision Song Contest in Athen.

„No No Never“ entwickelte sich parallel zu einem großen kommerziellen Erfolg und erreichte Platz eins der deutschen Singlecharts. Damit blieb der Titel weit über den eigentlichen Wettbewerb hinaus präsent.

Comerford hat später erklärt, dass das Lied ursprünglich nicht speziell für den Eurovision Song Contest geschrieben worden sei. Hinter dem scheinbar unbeschwerten Country-Song steckt zudem ein persönlicher Hintergrund: Nach ihren eigenen Angaben entstand er in einer schwierigen familiären Situation und sollte ihrer Nichte Hoffnung und bedingungslose Unterstützung vermitteln.

Das gibt einem Titel, der für viele vor allem mit guter Laune und dem ESC verbunden ist, eine deutlich persönlichere Bedeutung.

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Wie erfolgreich war Jane Comerford beim Eurovision Song Contest?

Texas Lightning trat am 20. Mai 2006 für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Athen an.

Mit „No No Never“ erreichte die Band nach den heute veröffentlichten offiziellen Ergebnisübersichten 36 Punkte und Platz 14.

Das Ergebnis beim ESC war damit solide, aber deutlich schwächer als der Erfolg des Songs auf dem deutschen Musikmarkt. Während der Titel international nicht um den Sieg kämpfen konnte, war er in Deutschland bereits ein Nummer-eins-Hit.

Der Wettbewerb wurde 2006 von der finnischen Band Lordi mit „Hard Rock Hallelujah“ gewonnen.

Für Jane Comerford blieb die Teilnahme dennoch ein prägender Bestandteil ihrer Karriere. Sie bezeichnete das ESC-Erlebnis später selbst als einen Meilenstein ihres musikalischen und persönlichen Lebens.

Auch deshalb blieb ihre Verbindung zum Wettbewerb bestehen. Sie trat später mehrfach als ESC-Expertin und Songcheckerin auf und kehrte für verschiedene Fernsehsendungen in das Umfeld des Wettbewerbs zurück.

Beim deutschen ESC-Vorentscheid 2022 gehörte sie beispielsweise zu einem gemeinsamen Auftritt mit Conchita Wurst und Gitte Haenning, bei dem Nicoles früherer Siegertitel „Ein bisschen Frieden“ gesungen wurde.

Was macht Jane Comerford heute?

Jane Comerford ist weiterhin musikalisch tätig, auch wenn sie nicht ständig mit neuen Singles in den deutschen Charts vertreten ist.

Ihre aktuelle Selbstdarstellung nennt mehrere Tätigkeitsfelder: Sie arbeitet weiterhin in ihrem eigenen Tonstudio, komponiert für andere Künstler und Projekte und übernimmt ausgewählte Auftritte als Sängerin, Coach und Expertin.

Auch ihre Arbeit im Popkurs Hamburg spielt weiterhin eine wichtige Rolle.

Dass Comerford bis heute eng mit dem Eurovision Song Contest verbunden ist, zeigte sich zuletzt besonders deutlich am 17. Mai 2025. Anlässlich des ESC-Finales in Basel war sie Gast bei „ESC – der Countdown“ und „ESC – die Aftershow“ mit Barbara Schöneberger.

Dabei wurde sie erneut ausdrücklich als Sängerin von Texas Lightning und frühere deutsche ESC-Vertreterin vorgestellt. Fast zwei Jahrzehnte nach Athen gehört „No No Never“ damit weiterhin zu den Liedern, mit denen sie in Deutschland am stärksten verbunden wird.

Neben ihrer Arbeit mit anderen Musikerinnen und Musikern veröffentlichte Comerford auch nach dem Texas-Lightning-Höhepunkt eigene Musik. 2019 erschien beispielsweise das Album „Filmreif! Hollywood, Pyjamas & andere Tragödien“. Anders als viele ihrer früheren Veröffentlichungen enthält es deutschsprachige Stücke und bewegt sich stärker in Richtung Chanson und erzählerischer Popmusik.

Ihre Karriere lässt sich deshalb heute weniger auf den Begriff „ehemalige ESC-Sängerin“ reduzieren. Musikvermittlung, Coaching und Songwriting waren schon vor 2006 zentrale Bestandteile ihrer Arbeit und sind es weiterhin.

Ist Jane Comerford noch bei Texas Lightning?

Jane Comerford wird weiterhin als Sängerin beziehungsweise Mitglied von Texas Lightning geführt. Gleichzeitig steht die Band heute deutlich weniger kontinuierlich in der öffentlichen Aufmerksamkeit als während ihrer Hochphase rund um den Eurovision Song Contest 2006.

Für Comerford selbst haben sich längst mehrere parallele Arbeitsbereiche etabliert. Neben Texas Lightning arbeitet sie solo, komponiert, produziert, coacht und unterrichtet.

Gerade das unterscheidet ihre Laufbahn von einer typischen kurzen ESC-Karriere. Der Wettbewerb machte sie einem Millionenpublikum bekannt, war aber weder der Anfang noch das Ende ihres musikalischen Berufslebens.

In Deutschland hat sich „No No Never“ trotzdem zu ihrem wichtigsten musikalischen Erkennungszeichen entwickelt. Das liegt nicht nur am Eurovision-Auftritt, sondern auch daran, dass Comerford den Song selbst geschrieben und komponiert hat.

Privatleben: Ist Jane Comerford verheiratet?

Jane Comerford hält ihr Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.

Ältere Medienberichte und ein veröffentlichtes Interview aus dem Jahr 2018 beschreiben sie als verheiratet. Frühere Berichte nannten auch Details zu ihrem Ehemann. Ihre aktuelle offizielle Biografie macht jedoch keine Angaben zu ihrem Beziehungsstatus.

Deshalb wäre es nicht sauber, einen älteren Bericht ohne aktuelle Bestätigung automatisch als verlässliche Aussage über ihren Familienstand im Jahr 2026 darzustellen.

Auch über mögliche Kinder gibt es in den öffentlich zugänglichen, belastbaren Informationen keine ausreichend klare aktuelle Dokumentation. Angaben auf schwachen Promi- oder Biografieseiten sollten daher nicht als bestätigte Tatsachen übernommen werden.

Gesichert ist dagegen, dass Comerford seit vielen Jahren in Hamburg lebt und starke persönliche wie berufliche Verbindungen zur Region besitzt.

Frequently Asked Questions

1. Wie alt ist Jane Comerford?
Jane Comerford wurde am 1. Januar 1959 geboren. Im Jahr 2026 ist sie 67 Jahre alt.

2. Woher kommt Jane Comerford?
Sie stammt aus Newcastle im australischen Bundesstaat New South Wales. Später zog sie nach Europa und machte Hamburg zu ihrem langfristigen Lebensmittelpunkt.

3. Warum ist Jane Comerford bekannt?
Einem breiten deutschen Publikum wurde sie als Leadsängerin von Texas Lightning bekannt. Die Band vertrat Deutschland 2006 mit „No No Never“ beim Eurovision Song Contest.

4. Hat Jane Comerford „No No Never“ selbst geschrieben?
Ja. Text und Musik von „No No Never“ stammen von Jane Comerford. Der Song erreichte 2006 Platz eins der deutschen Singlecharts.

5. Welchen Platz erreichte Texas Lightning beim ESC 2006?
Texas Lightning belegte mit 36 Punkten den 14. Platz beim Eurovision Song Contest 2006 in Athen.

6. Ist Jane Comerford verheiratet?
Ältere Medienberichte und ein Interview aus dem Jahr 2018 bezeichnen sie als verheiratet. Eine aktuelle offizielle Angabe zu ihrem Beziehungsstatus wird in ihrer öffentlich zugänglichen Biografie jedoch nicht gemacht.

7. Was macht Jane Comerford heute?
Sie arbeitet weiterhin musikalisch, unter anderem als Sängerin, Songwriterin, Vocal Coach und Dozentin. Außerdem produziert und komponiert sie in ihrem eigenen Studio und übernimmt ausgewählte TV- und Live-Auftritte. 2025 war sie unter anderem beim ESC-Countdown und der Aftershow aus Basel zu sehen.

Conclusion

Jane Comerford ist weit mehr als die Sängerin hinter einem bekannten deutschen ESC-Hit. Ihre professionelle Laufbahn reicht von einer fundierten musikalischen Ausbildung in Australien über Musicalrollen, Studioarbeit und Baccara bis zur Tätigkeit als Songwriterin, Vocal Coach und langjährige Dozentin in Hamburg.

Mit Texas Lightning und „No No Never“ gelang ihr 2006 der größte öffentlich wahrgenommene Erfolg. Dass sie den Nummer-eins-Hit selbst geschrieben und komponiert hat, zeigt zugleich, welche Rolle sie musikalisch innerhalb der Band spielte.

Auch heute arbeitet Comerford weiter mit Musik und Nachwuchskünstlern und bleibt dem Eurovision Song Contest verbunden. Wer sich über neue Auftritte oder Projekte informieren möchte, sollte dabei auf aktuelle Mitteilungen der Künstlerin und der beteiligten Sender achten, da ältere Biografien ihre heutige Tätigkeit und ihr Privatleben nicht immer zuverlässig widerspiegeln.

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Jonas Neumann ist ein deutscher Autor bei zeitera.de, wo er mit einem geschulten Blick für die großen Zusammenhänge über Politik, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen schreibt. Seine Artikel überzeugen durch eine klare Struktur und eine fundierte Analyse, die selbst komplexe Themen greifbar machen. Jonas ist es ein besonderes Anliegen, seinen Leserinnen und Lesern durch sorgfältige Recherche und eine unvoreingenommene Herangehensweise verlässliche Orientierung in einer sich schnell wandelnden Welt zu bieten.

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